© Appicons von den jeweiligen Entwicklern: Apple, Pixelmator Team, Autodesk, Serifllabs Illustration moderntech

Der Mac App Store, 5 Jahre alt und vielleicht bald tot.

Er wollte nie so richtig anlaufen. Nach dem grossen Erfolg des iOS Appstores wurde am 6. Januar 2011 der Mac Appstore per Update 10.6.6 veröffentlicht. Erste Programme konnten bereits am Abend aus Apples  Software-Kaufhaus geladen werden. Seither sind 5 Jahre vergangen und der App Store steht einmal mehr in Kritik.

Lesetipp: Die Einschätzungen des Mac App Store Erfolgs von damals, Artikel von ifrick.ch.

Der App Store beim Release. Quelle: ifrick.ch

Der App Store beim Release. Quelle: ifrick.ch

Es gab grosse Probleme mit denen der Store von Anfang an zu kämpfen hat. Grosse Software-Suiten wie etwa die von Adobe sucht man, auch heute noch, vergebens. Anders als bei iOS nutzen einige Entwickler lieber ihren eigenen Shop. Warum ist das so? Beim Verkauf über Apple gehen ganze 30% des Gewinns an Apple – zu viel für grosse Firmen, die mehr Vorteile durch Eigenverkauf haben. Auch gibt es viele weitere Beschneidungen, aber mehr dazu gleich …

Das ist nicht genug: In den letzten Jahren verschwanden grosse Programme aus dem App-Katalog.

Dazu gehört unter anderem die Programme von Panic, oder kürzlich BBEdit. Mein Lieblings Code-Editor Coda wurde aus dem Mac App Store entfernt und über die eigene Seite vertrieben (Blogpost von Panic lesen).

Die Gründe sind vielschichtig und zeigen: Der Mac App Store ist eingestaubt.

Die Kritik bezieht sich vor allem darauf, dass sich in 5 Jahren fast nichts getan hat. Man habe sich viel zu sehr auf die Mobilgeräte und deren zuständigen Store gekümmert.

Die grössten Probleme für die Entwickler seien:

  • Updates und neue Programme müssen den Prüfprozess von Apple durchlaufen, dieser ist sehr langsam und es dauert oft einige Wochen, bis die App verfügbar ist.
  • Es können nur kostenlose Updates angeboten werden. Grosse Updates wurden oft als neue App angeboten. Das sorgt für Verwirrung und für Bestandkunden ist keine Vergünstigung möglich.
  • Apps aus dem Mac App Store laufen in einer so genanten Sandbox (Weiter Informationen). Diese ist ein Schutz gegen Viren, die so keinen grossen Schaden am Betriebssystem anrichten können. Doch auch Programme die etwas tiefer ins System eingreifen, wie zum Beispiel Code-Editoren, haben so keine Möglichkeit neue Features zu integrieren.

Vorteile des Mac App Stores für die Nutzer:

  • Die Apps sind von Apple kontrolliert, man muss keine Angst vor Schadsoftware haben
  • Käufe können Rückerstattet werden
  • Man findet neue Apps durch Kategorien, Charts usw.
  • Nur Programme aus dem App Store können die iCloud einbinden
  • Wie damals vorausgesagt sind die Preise der Apps vergleichsweise niedrig.

Mal ehrlich, der Mac Appstore ist praktisch. Er bietet einem eine gewisse Qualitätssicherung und die Zahlungsmittel sind nicht im ganzen Internet verstreut, sondern bei einem Anbieter – Ist die Frage ob das besser ist ..

Ich bin ein grosser Freund von Apples Software-Kaufhaus, aber klar ist: Es muss kräftig nachgebessert werden!

Diese Woche wurde die Verantwortung des App Stores in die Hände von Phil Schiller gelegt, er ist bekannt dafür gute Kontakte mit Mac Entwicklern zu pflegen. (Mehr dazu)

Es bleibt interessant, wie es weiter geht, ich hoffe der Mac App Store wird am leben bleiben!

Was ist eure Meinung zum Mac App Store? Was muss sich ändern?

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